Irene Amina Rayan

Foto: Irene Amina Rayan

Toller, ausführlicher Artikel mit sehr schönen Fotos beim „Krautreporter“: „Das Ihme-Zentrum in Hannover ist eine Hochhausanlage, wie es viele in Deutschland gibt. Im Prestige-Objekt der 70er Jahre steht die Einkaufspassage komplett leer. Die Anlage ist berühmt-berüchtigt. Aber trotzdem sind alle 860 Wohnungen vermietet. Denn von innen sieht die Welt anders aus – gerade, wenn man oben in einer Panorama-Sauna sitzt.​“

Link zum ganzen Artikel

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„Wie wollen wir wohnen? war ein Projekt von Eva Thinius an der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät: Medien, Studiengang: Medienkunst / Mediengestaltung (B.F.A.). Die Abschlussarbeit „Wie wollen wir wohnen“ umfasst eine kritische Beobachtung des Wohnungsmarktes in Weimar. Mittels einer Intervention bzw. Installation im urbanen Raum wird ein Kommentar zur Wohnungspolitik vor Ort geben. Die steigenden Mieten, die erhöhten Maklerprovisionen und das mangelnde Wohnungsangebot für bestimmte Mietklientel kulminieren in eine Art Wohnungsnot. Durch das Intervenieren in das Stadtbild mittels eines signal-orange-roten Hauses werden die gegebenen Verhältnisse hinterfragt. „Wie wollen wir wohnen?“ stellt somit die Frage nach den Wohn- und Lebensbedürfnissen der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Studentin Eva Thinius läd alle Besucher der bauhaus summaery und Passanten dazu ein, an verschiedenen Orten in Weimar an denen das Haus aufgestellt ist, zu verweilen, um ins Gespräch zu kommen / sich auszutauschen / zu fragen / zu fotografieren / oder einfach nur zu gucken.“

Im Georg Büchner Buchladen hier in Darmstadt habe ich mir zum Geburtstag das neue Heft der Arch+ „Wohnerfahrungen“ gekauft: Wohnexperimente, Selbsthilfe, Zusammenleben, Fokus: Haushalt, Raumkonzepte, Passageres Wohnen. Sehr spannendes Heft, hab erst zwei Artikel gelesen, ein Interview mit Käthe Kruse („Tödliche Doris“) über die Geschichte des Bauhofs „Manteuffelstraße“ – Von Hausbesetzern zu Genossenschaftern und einen Bericht über „Wohnen in der Autobahn-Stadt Europa“: „Wenn Wohnen, laut Villem Flusser, bedeutet, sich in gewohnter Umgebung aufzuhalten, dann bewohnt der LKW-Fahrer die Kabine seiner Zugmaschine …
In dem Heft werde ich noch lange stöbern und lesen.
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Erschienen am 04.12.2014, Einzelheft: 20 Euro. „Wohnerfahrungen“ ist das dritte ARCH+ Heft einer Serie, die sich mit der Bedeutung von Empirie für die Arbeit von Architekten und Stadtplanern beschäftigt (Heft 203 und 206/207). Was ist unter Wohnempirie zu verstehen und wozu braucht man sie? Die letzte Frage lässt sich recht schnell beantworten: Seit Architekten für das Wohnen zuständig sind und das Bauen zu einer Angelegenheit von Spezialisten geworden ist, braucht es Informationen über die Wohnvorstellungen und das tatsächliche Wohnverhalten der künftigen Nutzer, die aus den statistischen Bevölkerungsdaten nicht ablesbar sind – eine Konfrontation mit der Realität für die Entwicklung sozialer Phantasie.

Matthias Merkle öffnete 2006 die Kneipe Freies Neukölln. „Das Prinzip Eckkneipe, nur etwas jünger gedacht“, wie er sagt. Dann wurde die Gegend zum Szenekiez. Nun muss der Wirt schließen.

Interessanter Artikel in der Berliner Zeitung (Interview von Annett Heide und Susanne Lenz).

„Ich habe mit anderen Leuten ein Gelände in Strausberg erworben, 280 000 Quadratmeter. Das heißt Andere Welt, und dort werden wir praktizieren, wie eine andere Welt aussehen könnte.

Können Sie das näher ausführen?

Das ist ein altes Gelände von der Post, da stehen Gebäude drauf, da ist viel Wald, viel Freifläche. Da haben wir mit Wohnprojekten angefangen, da können vielleicht 300 Leute leben, wir wollen Gewerbe ansiedeln, Baumhäuser bauen. Wir wollen Energieprojekte ausprobieren, Gartenbau betreiben, gucken, was man mit den Abwässern macht.“

New York und Kuba machen es vor, nun ist Urban Farming in Deutschland angekommen: Ein Berliner Stadtgarten will Gemüseanbau mit Sozialgefühl verbinden. Landwirtschaft zieht in die Metropole – und bleibt mobil: „Nomadisch Grün“ heißt das Konzept.

Interessanter Artikel von Daniela Schröder bei Spiegel-Online.

Eine grüne Idylle wie auf dem Land - und das mitten in der grauen Großstadt. Foto: Katja Renner/Spiegel-Online

Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Kreuzberg und Mitte in Betonöde aufeinandertreffen und die meisten Menschen nur vorbeikommen, wenn sie woanders hin wollen, dort hat sich die Stadt in Land verwandelt. Im „Prinzessinengarten“ hackt, rupft und wühlt die ganze Nachbarschaft: Alte und Junge, Akademiker und Arbeiter, Türken, Russen, Deutsche. In den zwanziger Jahren stand auf dem Gelände ein Kaufhaus, jetzt wächst auf der Brachfläche nahe der ehemaligen innerdeutschen Mauer biozertifiziertes Gemüse aus aller Herren Länder.

Landwirtschaft in der Stadt zu betreiben, die Idee ist nicht neu. Schon in den siebziger Jahren entstanden in New York die ersten community gardens: Kollektive Blumen- und Gemüsebeete als sozialer Kitt gegen den Verfall der Stadtviertel.

Ackern mitten in der Stadt – in den USA gilt das Modell vielen inzwischen sogar als Anfang vom Ende der modernen Agrarwirtschaft. Die ehemalige Autometropole Detroit etwa, von knapp zwei Millionen auf weniger als 900.000 Einwohner geschrumpft, stellt gerade das weltweit größte Stadt-Farm-Projekt auf die Beine.

Als die Menschen im 19. Jahrhundert wegen der Industrialisierung in die Städte zogen, da zogen die Gärten vor die Stadt. Heute bleibt dank leerstehender Industrieflächen und abnehmender Einwohnerzahlen immer mehr Platz für urbane Felder. Hinzu kommt, dass sinkende Löhne oder gar Arbeitsplatzverlust den Trend zur Selbstversorgung verstärken. Aber auch dynamisch wachsende Metropolen setzen auf Urban Farming: Millionenstädte wie Shanghai, Hongkong und Singapur fördern die innerstädtische Landwirtschaft bereits seit Jahren als Versorgungs- und Einkommensquelle.

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Quelle: Spiegel-Online

Mission Statement: Urban Farming’s mission is to create an abundance of food for people in need by planting gardens on unused land and space while increasing diversity, educating youth, adults and seniors and providing an environmentally sustainable system to uplift communities.

Quelle: Urban Farming, Detroit

Gefunden bei hombertho: …  mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch nie eine Blogparade gemacht habe. Das möchte ich heute mal ändern. Als ich vom ersten mal von dem Projekt “100 Abandoned Houses” gehört hatte, fand ich die Idee recht cool. Ich finde verlassen Häuser haben was mystisches und geheimnisvolles. mehr…

Folgenden Hinweis gefunden in dem interessanten Weblog: NutriCulinary – gutes Essen & große Küche von Stevan Paul:

Mich begeistert die Panoramafotografie, auch die bewegten, interaktiven Darstellungen dieser Kunst im Internet sind immer wieder faszinierend. Jetzt ist mit kitchen-pano.com ein Portal gestartet in dem Menschen aus aller Welt Panorama-Versionen ihrer Küche online stellen. Besucher der Seite können sich virtuell in privaten Küchen von Südkorea bis North Carolina um die eigene Achs drehen. Der Panoramafotograf Klaus F. aus Hamburg, der mich dankenswerter Weise auf diese schöne Seite aufmerksam gemacht hat, bietet dort einen ganz besonderen Einblick: eine Rundreise durch seine heimische Backröhre und Herr F. sieht Ihnen dabei durch die geschlossenen Ofentür zu!

Wie schön wäre es, hier eine Panorama der „Soul Kitchen“-Küche zu finden. Oder irgendwo läge Michael Habecks Buch „Basiswissen Küchenplanung – die konzeptionellen und architektonischen Grundlagen“ herum.

Werner Sobek baut für die Zukunft: Seine Häuser sollen Energie sparen, keinen Müll erzeugen und das Klima retten.

… Drinnen ist vieles von Computern gesteuert, das Haus kann weit mehr, als Jacques Tati in seinem Film Mon Oncle zu fürchten wagte: Die Kühlschranktür öffnet sich auf eine Winkbewegung hin, die Wassertemperatur im Badezimmer wird über Sensoren gesteuert, das Klima in diesem luftigen, an Wänden armen Haus kann je nach Etage kühler oder wärmer eingestellt werden – und das lässt sich sogar vom Computer im Gästehaus aus steuern, in das sich Sobeks erwachsener Sohn dauerhaft zurückgezogen hat.

… Das Eigenheim führt den ganzen Ehrgeiz dieses international erfolgreichen Architekten vor, sein Prinzip des Bauens, das er einmal »Triple Zero« genannt hat, dreimal null: Das Haus darf aufs Jahr verteilt null Energie mehr verschwenden, als es selbst durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach und den Wärmetauscher am Boden erzeugen kann. Es soll null Kohlendioxid emittieren.

Und es muss vollständig demontierbar und recyclingfähig sein, sodass irgendwann einmal annähernd null Müll übrig bleibt. Wobei sich die Frage stellt, wer dieses Haus, das von Dutzenden Architekturzeitschriften als ikonisches Wohnhaus des 21. Jahrhunderts gefeiert wurde, je wird demontieren wollen.

Gebäude sind die größten Klimasünder der Welt. Ihr Bau und Abriss, ihr Betrieb und ihre Instandhaltung verbrauchen mehr Ressourcen und sorgen für mehr Emissionen als zum Beispiel der gesamte Transport und Verkehr. Die Gebäude versiegeln die Böden und hinterlassen Unmengen von Schutt und Sondermüll. Wer also den Wunsch verspürt, die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten, der ist mit einem Architektur- oder Bauingenieurstudium nicht schlecht beraten. Die Frage, die immer mehr Vertreter dieser Zünfte umtreibt, lautet: Wie können wir die schmutzigen Gebäude an die Leine nehmen?

… Der Realo-Sobek gehörte vor zwei Jahren auch zu den Gründern der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), eines Vereins, in den Architekten, Ingenieure, die Bauindustrie und wichtige Immobilienfirmen einbezogen wurden. Als Präsident der Gesellschaft hat Sobek einen Kriterienkatalog mit erarbeitet, nach dem seit Anfang dieses Jahres Zertifikate für besonders nachhaltige Bauten verliehen werden – etwa an das von den Architekten Sauerbruch Hutton in Dessau neu gebaute Bundesumweltamt.

Sobek und seine Mitstreiter wollten ein System schaffen, mit dem man die ökologische Qualität eines Gebäudes genau beziffern kann – und zwar nach strengeren Kriterien als das konkurrierende Klassifizierungssystem aus den USA namens LEED (Leadership in Energy and Environmental Design). Die Deutschen bewerten nicht nur Energiebedarf, Treibhauspotenzial und Flächeninanspruchnahme, sondern etwa auch die Innenraum-Luftqualität, den akustischen Komfort und die Umnutzungsfähigkeit. Mit dem DGNB-Zertifikat verbindet sich allerdings für viele nicht nur der Wunsch, die Welt zu retten, sie wollen auch Profit machen: Nachhaltige Gebäude können schon heute teurer verkauft und vermietet werden als »emittierende« Gebäude.

Die Baukosten eines ökologisch integren Hauses sind zwar um ein paar Prozent höher als bei einem konventionell gebauten Haus, dafür sinken dauerhaft die Unterhaltskosten. So könne, sagt Sobek, ein wirklich nachhaltiger Bau schon nach zehn bis zwanzig Jahren seine kompletten Baukosten amortisieren.

Das Zertifikat ist jedoch bisher nur auf Neubauten ausgerichtet. Problematisch bleibt die Sanierung und Bewertung des Bestands. Man müsse die alten Häuser einerseits dämmen, andererseits dürften durch die Dämmstoffe auch keine Komplikationen beim Recyceln entstehen, sagt Sobek. Gleichzeitig müssten Altbauten so hochgerüstet werden, dass sie aus Erdwärme oder Sonnenlicht aktiv Energie erzeugen können – ohne dass darunter ihre ästhetische Anmutung leide.

… Frei Otto, der Konstrukteur des Münchner Olympiazeltes und Vorgänger von Werner Sobek am Institut für Leichtbau, hatte dieses Gebäude 1964 als Test für den deutschen Expo-Pavillon in Montreal errichtet. Es ist 500 Quadratmeter groß, wurde innerhalb eines Tages aufgebaut, ein Metallmast steht in der Mitte, Stahlseile halten die Konstruktion. Zur Dämmung hat man das Zelt mit Schindeln versehen, von innen auch mit Holz ausgekleidet. Es ist ein schöner, offener Raum, in dessen Mitte eine erhöhte Bibliothek und eine kleine Teeküche thronen. An den verglasten Rändern des Rundbaus stehen die Schreibtische der gut zwei Dutzend Assistenten, die hier forschen. In den Regalen und an den Zeltwänden finden sich alte Modelle und Messinstrumente, darunter etwa auch eine Seifenblasenmaschine, mit der früher komplizierte Oberflächenkonstruktionen veranschaulicht wurden. Heute erledigt so etwas der Computer mit seinen 3-D-Programmen.

»Hier forschen wir für übermorgen, nicht für heute Nachmittag«, sagt Sobek, der den Stolz über seine Leistungen selten verbergen kann. Wie einst schon unter Frei Otto lernen die Schüler Sobeks von den Strukturen der Natur. Sie forschen etwa nach einem Beton, der wie ein Knochen aufgebaut ist: außen je nach Belastung stabil, innen aber porös. Die Luftbläschen im Inneren sorgen für die Wärmedämmung. Dieser wandlungsfähige Beton wäre also nicht nur leichter, man würde auch am Material sparen und müsste keine weiteren Dämmstoffe mehr aufkleben – ein sortenreiner, wiederverwendbarer Werkstoff.

… Mehrere Forschungsteams arbeiten hier an vergleichbaren Projekten, aus manchen werden wohl schon bald neue Baustoffe und Patente hervorgehen oder Häuserfassaden, die noch mehr Energie sparen. Die Industrie ist an solchen womöglich sehr profitablen Baustoffen interessiert und unterstützt Sobeks Forschung mit Drittmitteln.

Andere Projekte scheinen noch weit entfernt von der Realisierung. Eine Studentin hat Glas aufgeschäumt, ein Doktorand forscht an adaptiven Tragwerken, an Gebäuden mit Muskeln also, die außergewöhnlich hohe Belastungen etwa durch Erdbeben oder Schnee ausgleichen können. Und Timo Schmidt, der inzwischen als Projektingenieur für den Realo-Sobek arbeitet, hat für seine Doktorarbeit zusammen mit Medizinern von der Universität Tübingen geforscht. Er arbeitet am sogenannten Tissue Engineering, an Technologien, die aus Zellkulturen dreidimensionale Gebilde wachsen lassen. Vielleicht wird Timo Schmidt Wege finden, wie wir unsere Häuser ganz einfach von Bakterien und Pilzen bauen lassen.

Bis dahin werden allerdings Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Das Fundi-Projekt, das der Realo-Sobek dagegen noch dieses Jahr umsetzen will, ist ein Eigenheim aus Stoff. Ein Haus aus einem Tuch, das man vielleicht auf japanische Art faltet, damit es zugleich stabil und flexibel ist. »Ein Haus aus Stoff«, glaubt Werner Sobek, der gern gut geschneiderte schwarze Anzüge und weiße Hemden trägt und Yves Saint Laurent zu seinen wichtigsten Vordenkern zählt, »könnte noch leichter und nachhaltiger sein als ein Haus aus Glas.« Und vielleicht auch noch eleganter.

Auszüge aus dem Artikel in der Zeit-Serie: „Wer denkt für morgen (6)“, Der ganze Beitrag vom 7. Mai 2009 in DIE ZEIT Nr. 20

Webseite Werner Sobek

Wolf Uecker, Die neue alte Küche, Hamburg Stern Buch, Verlag Gruner + Jahr 1983, Das wunderschöne Buch hatte ich mal und habe es irgendwann an Matthias Itzel verschenkt, wo es wahrlich in besten Händen ist. Muss es mir irgendwann mal wieder kaufen. 9 Exemplare bei ZVAB für 65 – 110 Euro. https://i2.wp.com/g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/ciu/5e/1c/0f1b36c622a0b57a96ea8110.L._SL500_AA240_.jpg
Hier einige Infos über Wolf Uecker. Und hier ein langes Interview mit Ihm.

… Bekannt ist Knoflacher für seine Kritik am Automobil und seinen Folgen für die Umwelt des Menschen. Das Auto ist für Knoflacher „wie ein Virus“: „Wir ziehen uns mehr oder weniger freiwillig in abgedichtete Häuser mit Lärmschutzfenstern zurück, um den Außenraum dem Krach, dem Staub und den Abgasen der Autos zu überlassen“. …

Link zu dem Beitrag zu Hermann Knoflacher.

… aber die Rendite und das Auto machen es schwierig.

Ein Gespräch mit dem Darmstädter Stadtplaner und Architekten Michael Habeck (erschienen am 1. März 2007) in der Schweizer Zeitschrift „Zeitpunkt – Für intelligente Optimistinnen und konstruktive Skeptiker“

Die roten, fetten Hervorhebungen sind von mir (dem Autoren dieses Weblogs), weil Sie mir besonders interessant erscheinen.

Zeitpunkt: Was fehlt eigentlich den heutigen Siedlungen?

Michael Habeck: Mit Ausnahme von Licht und Luft fast alles, was es für einen guten Lebensraum braucht:

• Die Grundrisse der Wohnungen sind zwar in der Regel recht groß, aber sie können nicht flexibel genutzt werden, wenn sich die Lebensumstände ändern.

• Die Häuser sind in der Regel viel zu hoch. Ab dem 5. Stock ist der Kontakt mit dem Leben im allgemeinen Bereich abgerissen, was zu psychischen Störungen und verminderter Sozialkompetenz führt. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

• Der öffentliche Bereich zwischen diesen Großbauten ist tote, unbenutzbare Fläche.

Der Übergang vom privaten zum öffentlichen Bereich ist zu direkt und es fehlen Nischen für ungezwungene Begegnungen.

Es gibt zu wenig geschützte Aussenbereiche, wo Kinder spielen, Jugendliche rumhängen oder Erwachsene verweilen können.

Das Auto dominiert den öffentlichen Raum. In den alten Straßen stellen sie alles voll und die neuen Quartiere werden von den Verkehrswegen zerschnitten.

• Es fehlen Räume für Beschäftigung oder Selbstversorgung, also Werkstätten und Gemüsegärten.

Das könnte man, abgesehen vom Umgang mit dem Auto, eigentlich problemlos besser machen.

Ja, aber große und hohe Häuser sind billiger herzustellen und die Rendite ist höher. Zudem ist die Mietskaserne ein prägendes, verfestigtes Muster. In Siedlungen mit Lebensraum-Qualität ist der Mensch unabhängiger und weniger kontrollierbar. Und das ist – trotz der Propagierung freiheitlicher Werte von den Kreisen, die die Macht ausüben – nicht erwünscht. Das hat übrigens Tradition: In den englischen Arbeitersiedlungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es sogar Beobachtungsposten und die großen Avenues von Paris wurden auch so breit gebaut, damit notfalls die Armee zur Kontrolle der Massen aufmarschieren konnte.

Reicht das als Erklärung für die Misere? Es braucht doch auch Architekten dazu?

Der propagandistische Auftrag der Moderne war nicht, menschengerechten Lebensraum zu schaffen, sondern den Mief der alten Städte zu brechen. «Brüder zur Sonne, zur Freiheit» lautete das Motto. Und das ist in beschränktem Masse auch gelungen. Corbusier hat die kleinräumige Architektur des Mittelmeerraums studiert, aber keine Auftraggeber für seine Ideen gefunden. Die Investoren wollten Wohnmaschinen. Die waren zwar um Klassen besser als die alten Mietskasernen, hatten aber trotzdem noch viele Fehler. Wenn Architekten keine Bauherren für ihre Visionen finden, dann passen sie sich eben an. Ich kann das verstehen.

So hat man einer Utopie nachgelebt, die sich heute als brutal falsch erweist und der man nur noch mit dem Auto entfliehen kann. Mittlerweile hat sich das Auto seinerseits zu einem fast unlösbaren städtebaulichen Problem entwickelt.

In der Tat. An Verkehrswegen kann man eigentlich nicht wohnen. Abgesehen von Lärm und Gestank, die krank machen, bremsen Autos ständig den Bewegungsdrang der Menschen, insbesondere der Kinder. Man lebt sozusagen mit angezogener Handbremse. Autos binden die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer, weil die Menschen von Natur aus auf Bewegung reagieren. Die Autofahrer ihrerseits haben eine reduzierte Wahrnehmung der Stadt, sie sehen gewissermaßen an ihr vorbei. Das Ganze führt zu einer Wahrnehmungsstörung, zu einem abgeschnittenen Kontakt mit der Umwelt. Dazu kommt der enorme Platzbedarf des fließenden und stehenden Verkehrs. Eigentlich müsste man dem Verkehr wie in Venedig zu Leibe rücken, mit Parkhäusern am Stadtrand, attraktiven Fußwegen und einem effizienten öffentlichen Verkehr. Die Zustände in den Städten sorgen allerdings schon dafür, dass der Anteil der autofrei lebenden Menschen ständig steigt. In einigen Städten sind schon mehr als ein Drittel der Haushalte autofrei.

Warum gibt es denn nicht mehr autofreie Siedlungen?

Das Auto ist nach wie vor das utopische Ideal der Industriegesellschaft für die Befreiung des Menschen. Mobil sein, beweglich sein – nicht im Geiste, aber mit dem Arsch. Autofreie Siedlungen werden – wenn schon – nur für Eigentümer und nicht als Mietwohnungen realisiert, und die Besitzenden wollen (noch) nicht auf ihr Auto verzichten. Die baurechtlichen Bestimmungen gehen zudem davon aus, dass jeder mit dem Auto bis vor sein Haus fahren will. So sind die Quartiere auch geplant. Als einzelner Bauherr, der nicht gleich eine ganze Siedlung errichtet, kann man das nicht ändern.

Ein vollkommen vernachlässigter Aspekt des Bauens ist die Krisenfestigkeit unserer Siedlungen. Die Vorstädte von Paris zeigen mit aller Deutlichkeit, dass sie mit einer hohen Arbeitslosigkeit nicht umgehen können. Die Menschen halten es in diesen Stukturen einfach nicht aus, wenn sie nicht zur Arbeit gehen können und kein Geld für regelmässige Fluchten zur Erholung haben.

Krisenfestigkeit bedeutet: Energiesicherheit, langlebige, rezyklierbare Materialien (Beton nur, wo wirklich nötig), flexible Nutzungsmöglichkeiten, Möglichkeit zur Selbstversorgung, Werkstätten und Orte für Begegnung und sinnvollen Zeitvertreib.

Ich finde es bedrückend, dass die Pensionskassen als wichtigster Bauträger in der Schweiz keine ernsthaften Versuche unternehmen, menschengerechter zu bauen.

Solange eine bestimmte Investitionsform Rendite abwirft, wird sie praktiziert. Niemand geht ein Wagnis ein, wenn das Alte funktioniert. Zudem könnte das Neue das Alte, das ja immer noch rentieren muss, entwerten. Trotzdem sollten die Bauträger wie die Industrie auch Neues entwickeln und im Detail erforschen, was funktioniert. Ein kleiner Investor kann sich das nicht leisten, auch ein Architekt nicht. Und: Bauen braucht Zeit. Man muss mit dem Neuen anfangen, so lange das Alte noch einigermaßen funktioniert.

Wer sich mit Utopien befasst, stellt sofort fest: Es gibt eine Fülle von Ideen und phantastischen Konzepten, von denen nur ganz wenige realisiert wurden. Obwohl die Chancen auf Verwirklichung sehr klein sind, lassen sich die Menschen immer wieder von ihnen motivieren.

Es gibt viele utopische Phantasien und Perspektiven für die menschliche Entwicklung. Alle befassen sich auch mit sozialen Themen und fast alle entwerfen architektonische Ideen, wie das Zusammenleben der Menschen besser gestaltet werden könnte. Die Kenntnis all der Utopien gehört aber nicht zur Allgemeinbildung. Die meisten kennen nur das, was der Zeitgeist im kollektiven Denken verankert. Das sind einerseits der Glaube an den technischen Fortschritt und andererseits die religiösen Phantasien, dass auf der Erden das Übel ist und «im Himmel» das Paradies.

Wenn aber jemand mit einer gewissen Autorität eine Utopie formuliert, ist das für die Menschen eine große «Erleichterung», die Stabilität und Sicherheit verspricht. In der daraus entstehenden Euphorie und Hoffnung ertragen sie die Tagesprobleme und verdrängen die Ahnungen eines aufziehenden Unheils. Die Utopie aber auch zu realisieren, ist fast unmöglich. Und das wissen fortschrittsgläubige Menschen nicht, weil sie nie gelernt haben, ihre eigene Situation genau anzuschauen und sie dann selber aktiv zu verändern.

Marx und Engels haben die gesellschaftliche Krise sehr genau analysiert, aber ihre Idee, dass die Menschen in der Krise diese auch erkennen, war genauso utopisch wie die Meinung von Owen (gemeint ist Robert Owen, C.R.), dass sich die Reichen an seinen Reformideen beteiligen würden.

Soll man deswegen gar keine Utopien mehr haben?

Wenn man sich mit Utopien beschäftigt, und das mache ich nun schon seit über dreißig Jahren, dann sieht man, dass die besten Entwürfe die Krisen der Gesellschaft sehr gut fokussieren und Ideen entwerfen, die davon wegführen sollen. Neben den wegführenden und euphorisierenden Tendenzen fordern sie auch auf, sich genauer mit der Wirklichkeit zu beschäftigen. Und diese Beschäftigung mit der Wirklichkeit, beobachten, lesen und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen usw. das ist sehr wichtig.

Utopien helfen doch auch, trotz widriger Umstände die Hoffnung lebendig zu erhalten.

Es kann aber auch eine hoffnungsvolle Erstarrung daraus werden. Der Neurophysiologe Gerald Hüther beschreibt in seinem letzten Buch, wie Gesellschaften, die über längere Zeit keine neuen realistischen Ideen entwickeln – um die jeweils gegenwärtige Stabilität nicht zu gefährden – die Leitbilder der früheren Generationen immer stärker idealisieren und in ihrer Entwicklung still stehen. Wenn dann aber andere Leitbilder erforderlich wären, weil zum Beispiel die Ressourcen knapp werden, scheitern diese Gesellschaften mit ihren alten Werten. Und mit der zunehmenden Angst greifen sie auf ältere, primitivere Handlungsmuster zurück, um Überleben zu sichern: Krieg, Diktatur oder Auflösung der Gemeinschaft durch individuelle Selbstbehauptung.

Also ein Zustand, den wir heute haben.

Richtig. Die technischen Phantasien und Utopien bleiben im Fluidum «Das werden wir schon irgendwie hinkriegen!» Aber eigentlich sind sie so weit abgehoben, dass alles wie bisher weiter geht … bis es schliesslich nicht mehr weiter geht. Die technokratischen und religiösen Utopien helfen uns, die realen Probleme zu verdrängen und uns innerlich zu spalten.

Utopien helfen uns also nicht, die Realität zu verändern, sondern zu vergessen. Aber eigentlich müssten wir einfach in kleineren Schritten vorankommen.

Was die sozialistischen Utopisten gesehen haben, war sehr realistisch. Aber es wurde nicht ernst genommen. Der Engländer Owen zum Beispiel, der selber der oberen Mittelschicht angehörte, hat die Zustände sehr genau beschrieben, aber er wurde lächerlich gemacht. Marx und Engels akzeptierten seine präzisen sozialen Analysen, aber nicht seinen Glauben an die «Hilfe der Reichen». Das Problem dieser Utopien liegt nicht an der falschen Beurteilung der Missstände und auch nicht an der Idee, dass diese verändert werden müssten. Das Problem ist «nur» die Idee, mit welchen Methoden diese verändert werden könnten, was aber auch niemand von uns genau weiß. Hinter vielen phantastischen Utopien steht ein sorgfältig erforschter Missstand als Ausgangspunkt, gefolgt von einer Idee, wie der schlechtere Zustand in einen besseren überführt werden könnte. Dieses perspektivische Denken könnte dazu anregen, sich eine ganz persönliche Meinung zur Realität zu bilden. Das hat etwas mit Bildung zu tun. Und in diesem Kontext sind alle Utopien lehrreich und könnten dazu beitragen, etwas in Bewegung zu bringen.

Doch die Realität gerät nicht in Bewegung.

Alle Gesellschaften schaffen seit eh und je über innere Bilder, religiöse Vorstellungen und allgemein gültige Regeln stabile Verhältnisse. Diese inneren Bilder, die über Generationen vermittelt werden, verändern sich nicht von alleine, denn das würde Abbau von Sicherheiten und das Eingehen von Wagnissen bedeuten. Und für die Reichen bedeutet der Abbau von alten Strukturen oft auch Abbau von Pfründen. Für die Kirchen waren zum Beispiel die Freidenker Terroristen, die ihre Pfründen gefährdeten. Diese gesellschaftlichen inneren Bilder legitimieren die Verteilung von Wissen, Produktionsmitteln und militärischer Macht und stützen sich auf eine Religion und auf ein «Rechtssystem», das mit Hinweis auf seinen gottgewollten Inhalt jede Kritik bestraft.

Fand nicht mit der Industrialisierung ein großer Wandel statt? Weg von der Großfamilie mit Selbstversorgung hin zur Kernfamilie im Häuschen oder in der Wohnung mit einem Ernährer, der sich für Lohnarbeit andient.

Das Wohnen, wenn wir diesen Aspekt einmal anschauen, war im Mittelalter nicht unbedingt bequem oder sozial. Die Städte wurden kreuz und quer gebaut, schief und billig und die Häuser waren kalt und zugig, die Menschen eingepfercht, die Abwasser flossen auf den Straßen und es stank nach Fäkalien und Hausbrand. Nur die Kirche hatte eine geordnete Geometrie, um sich vom Chaos der weltlichen Szene abzusetzen.
Die Besitzverhältnisse, Rechtsformen und gesellschaftlichen Klassen änderten sich mit der Industrialisierung nicht wesentlich, auch wenn es Veränderungen gab wie die Verarmung einiger Aristokraten und der Aufstieg vereinzelter Bürger. Die Wohnsituation in den Städten verschlechterte sich aber ganz allgemein, deshalb zogen die reicheren Bürger und die Aristokraten in die Außenbezirke um. Das schaffte Platz, um in den alten Häusern ein Vielfaches an Menschen einzupferchen, bis Seuchen das Überleben dieser Menschen gefährdeten, die ja «wichtige Arbeitskräfte» waren. Um die Seuchengefahr einzudämmen und den revolutionären Kräften die Spitze zu brechen, wurde der «soziale Wohnungsbau» eingeführt. Diese Wohnungen waren wesentlich besser als die Slums in London, Paris oder Berlin. Das ist unbestritten!
Was aber blieb, war die Verquickung von Massenwohnungsbau und Ausbeutung der Arbeitskraft. Die Bereitstellung von Arbeitskräften und ihre Kasernierung diente der Industrie und wurde nach Kräften gefördert, Ansätze für echten Lebensraum dagegen bewusst verhindert. In den 20er Jahren zum Beispiel wurde, unterstützt von Koryphäen wie Walter Gropius und Mies van der Rohe, die Idee der Wohnküche auch für Mietwohnungen diskutiert. Realisiert wurde sie nicht, weil man befürchtete, den Arbeitern könnte es auf den Sofas in ihren Wohnküchen zu bequem werden!
Das große Problem des Massenwohnungsbaus nach diesem Muster ist, dass er nur in einer Gesellschaft mit Vollbeschäftigung «funktioniert». Die Siedlungen sind nicht darauf ausgelegt, dass man sich 24 Stunden am Tag darin aufhält, sondern dass man abends müde nach Hause kommt und sie im Morgengrauen wieder verlässt. Kinder können in solchen Siedlungen deutlich weniger soziale Kompetenzen entwickeln, was die Wissenschaft inzwischen mehrfach bestätigt hat. In den letzten Jahrzehnten ist ein weiterer struktureller Mangel deutlich geworden: Solche Siedlungen hemmen die Integration und verschärfen die Konflikte unter den verschiedenen ethnischen Gruppen.

Gibt es denn Hoffnung, dass sich etwas auf evolutionärem Weg ändert?

Der englische Utopist Owen hatte die Hoffnung, dass sich die Reichen daran beteiligen. Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt und trotzdem habe ich sie auch. Es gibt doch ein paar wenige, die es probieren. Aber generell haben sie die Tendenz, sich in gesicherte Siedlungen zurückzuziehen. Wenn wir einmal Zustände haben, dass die Reichen nicht mehr in die Städte einkaufen gehen können, wie es sich in Brasilien schon abzeichnet und sie erst dann zu Bewusstsein kommen, dann ist es zu spät.

Die Reichen sollten in Kultur und Bildung investieren. Hilfe zur Selbsthilfe war das Motto der Entwicklungshilfe in den 60er Jahren. Eine solche Entwicklungshilfe, die die Massen erreicht, ist heute auch in unseren Breitengraden bitternötig. So bekommt die Krise auch einen Sinn.

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Michael Habeck (*1949) studierte Architektur und Pädagogik und ist seit 1977 freiberuflich als Architekt tätig. Er erhielt für seine Arbeit verschiedene Auszeichnungen, u. a. den Holzbaupreis des Landes Rheinland-Pfalz oder die Auszeichnung für vorbildliches Bauen des hessischen Ministers für Wirtschaft. Die deutsche Zeitschrift «Architektur und Wohnen» nahm ihn in ihre Liste der 175 besten Architekten für Wohnungsbau auf.

Seit 30 Jahren sind Hofhäuser neben dem Holzbau die große Leidenschaft von Michael Habeck. Seit vier Jahren plant er in der Gascogne im Süd- Westen Frankreichs im Auftrag eines privaten Investors eine kleine Stadt bestehend aus Hofhäusern. Ebenfalls in Planung ist eine (tibetische) Universität für die geistige Forschung auf Santorin.

Bücher von Michael Habeck:
Basiswissen Küchenplanung – die konzeptionellen und architektonischen Grundlagen.
Der Mensch , sein Haus und andere erstaunliche Geschichten;  2006.
Beide Verlag «Die Planung», Darmstadt

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Hinweis zu Robert Owen (* 14. Mai 1771 in Newtown, Montgomeryshire, Wales; † 17. November 1858 ebenda) war ein britischer Unternehmer und Frühsozialist. Er gilt als der Begründer des Genossenschaftswesens. Quelle: Wikipedia

Heute ist der 23. Dezember 2009: Habe überlegt, wie ich diesen Blog nenne: schöner wohnen, gerne wohnen, wohnen, wohnenwill –  ist alles besetzt oder trifft nicht ganz, was ich hier sammeln will. Die Google-Suche nach „wiewohnen“ (klingt ein bisschen nach Glingonen oder einem alten europäischen Volksstamm) fand diesen ersten Eintrag, der mein Thema ziemlich genau trifft:

RWTH Aachen – Wie wohnen wir in Zukunft? Wie wohnen wir in Zukunft? Die Zukunftsfähigkeit von Stadtquartieren und Wohnungsbeständen stand im Mittelpunkt eines Kolloquiums, das gemeinsam von der RWTH Aachen sowie dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, kurz ILS NRW, ausgerichtet wurde.

Das zweite Ergebnis:

Wie wohnen? – Berlin.de – Themen » Wohnen im Alter. Wie wohnen? Schrift: + größer | 0 normal | – kleiner. Betreut Photocase · Betreutes Wohnen. „Betreutes Wohnen“, „Wohnen mit …

Die weiteren Ergebnisse behandelten die Themen:

Wie wohnen im Alter? Wie wohnen Paare? Wandel, Persistenz und Geschlechterverhältnisse in der Gestaltung, Nutzung und Pflege von Räumen.
Wie wohnen
unsere europäischen Nachbarn?
Wie wohnen – wo leben? Flächen sparen – Qualität gewinnen.

Und sehr  interessant, dass es 1949 in Stuttgart eine Ausstellung „Wie wohnen?“ gab, wo unter anderem Egon Eiermanns Möbelentwürfe präsentiert wurden:

https://i1.wp.com/www.architonic.com/imgTre/08_09/mark0.jpg

Egon Eiermann, Korbsessel E 10, 1952

Bedingt durch die Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges fehlten Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in der jungen Bundesrepublik Deutschland noch immer mindestens 5 Millionen Wohnungen. Durchschnittlich teilten sich damals 5,4 Personen eine Wohnung. Neue und kompakte Wohnlösungen und Einrichtungsideen präsentierte 1949 die Ausstellung ‚Wie Wohnen?‘ in Stuttgart (und ein Jahr später in Karlsruhe) – Deutschlands Wiedereintritt in das internationale Design nach dem Zweiten Weltkrieg.

Und auch das letzte Ergebnis auf der ersten Seite dieser Google-Suche ist nett und erwähnenswert:

Singles: Wie wohnen Singles? | PARSHIP
PARSHIP.de:
Wie wohnen Singles? Wie wollen sie in Zukunft wohnen? Lesen Sie in unserer großen Nutzerumfrage die überraschenden Ergebnisse • PARSHIP.de.

Also nenne ich diesen Weblog „Wie wohnen?“ und er handelt vom Wohnen in der Stadt, auf dem Land, von Wohnungen, Stadtplanern, Heizformen, Bauwägen, von Fahrrädern, Autos, Fußgängern, Europäern, Kindern, Zimmern, Verkehr, Essen, Eigentum, Kommunikation, Wohndesign, Geschmack, Stil, Träumen, Sehnsucht und allem was damit zusammen hängt (oder was mir dazu einfällt und wovon ich träume).

Als ich meinen Sohn (12 Jahre) fragte, was er davon hielte, umzuziehen, war er gar nicht begeistert, weil er wegen des weiteren Schulwegs früher aufstehen müsste (ganz zu schweigen von einem SchulWECHSEL) und weil ihm die beiden Wohnungen so gefallen, die er zur Zeit bewohnt.

P.S.: Die Domain „www.wiewohnen.de“ ist übrigens schon vergeben, wird aber wohl nicht mehr genutzt (letzter Forumseintrag aus 2006). Dort kann man sich aus Modulen ein Haus nach seinen Wünschen bauen (lassen?).

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Zu diesem Weblog

Wie würde ich gerne wohnen (nicht zu weit weg von hier)? Dieser Blog sammelt Ideen und Materialien zum Wohnen in Häusern, Wohnungen, Stadtvierteln, Städten und auf dem Land, zu Umbau/Renovierung, Gärten, Einrichtung und Infrastruktur. Mein Motto: Ein Leben, von dem ich keinen Urlaub brauche.

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